Suchmaschinenoptimierung SEO PDF

SEO: PDF für Suchmaschinen optimieren

Zum Beginn jeden Jahres erscheinen die neuen Kataloge unserer Lieferanten. Diese bieten wir unseren Kunden auf der Website kostenlos zum Download an und optimieren im Zuge dessen die Webseiten, die auf die Kataloge verweisen. Und dennoch: Manchmal ist die PDF-Datei hinsichtlich der optimierten Keywords in den SERPs sehr präsent. Es gibt ein paar Dinge, auf die du achten solltest, wenn du selbst PDF-Dateien bereitstellst, die von Suchmaschinen indexiert werden können.

Position von PDF bei Google

Abbildung 1: PDF-Dokumenten wird bei der Bewertung eine hohe Relevanz beigemessen, so dass sie u. U. höher geranked werden als optimierte Webseiten.

Wie kannst du die Sichtbarkeit von PDF-Dateien auf den SERPs verbessern?

  • Title: In einer PDF-Datei kannst du verschiedene Metatags hinterlegen, so auch einen Titel der PDF-Datei (siehe Abbildung 2). Dieser kann, muss aber nicht als Titel in den SERPs verwendet werden. Bei einzelnen Dokumenten habe ich selbst festgestellt, dass Google trotz gesetzten Dokumenteninformationen einen abweichenden Titel gewählt hat, in der Regel meinen Linktext, der auf die PDF-Datei verweist.
  • URL: Auch im Dateinamen sollten relevante Keywords vorkommen, wobei einzelne Begriffe durch Bindestriche getrennt werden (siehe Abbildung 1). Während Google die Verzeichnisnamen in oben genanntem Beispiel kürzt, wird der Dateiname vollständig angezeigt. Die Keywords sollten also auch so gewählt werden, dass der Suchende Ihnen hinreichend Relevanz beimisst, um die PDF-Datei zu öffnen. In der Praxis genauso wichtig: Wenn die Datei gespeichert wird, helfen Keywords später das Dokument im Download-Ordner wiederzufinden.
  • Description: Das Beschreibungstag aus der PDF wird aktuell leider nicht als Meta Description auf den SERPs angezeigt. Tatsächlich zeigt Google hier in vielen Fällen einen Ausschnitt des Texts der zweiten oder dritten Seite meiner Dokumente an, Bing bedient sich häufiger an Texten, die unmittelbar nach den Dokumententiteln erscheinen.
  • Erreichbarkeit: Damit die PDF-Datei von Google möglichst einfach gecrawled werden kann, sollten Newsletter-Registrierungen oder Facebook-Shares vermieden werden, die zwingende Voraussetzung für die Anzeige des Download-Links sind.
  • Duplicate Content: Wenn du Inhalte sowohl auf deiner Webseite als auch einer PDF anbietest, lohnt es sich, das Tag Duplicate Content direkt auf die PDF-Datei zu verlinken und diese so als Ursprungsdatei auszuweisen. Weitere Informationen zur Ausführung liefert Google’s Canonical Guide.
Acrobat Reader Titel festlegen

Abbildung 2: Darstellung der Dokumenteneigenschaften in Adobe Acrobat

Was musst du hinsichtlich der besseren Sichtbarkeit von PDF-Dateien auf den SERPs beachten?

Für Nutzer ist die Anzeige der PDF-Datei direkt in den Suchergebnissen ideal. Durch die Kennzeichnung der entsprechenden Einträge mit dem Tag [PDF], können erfahrene Nutzer schneller selektieren und wissen, dass sie direkten Zugriff auf das gesuchte Dokument erlangen.

Mit dem direkten Zugriff geht einher, dass eventuell angedachte Formulare für Newsletter- oder Lead-Generierung nicht mehr angezeigt werden, die Conversion auf der Webseite also nicht mehr stattfinden kann. Ich empfehle daher die PDF-Datei so zu ergänzen, dass bisherige Conversion-Elemente dort verlinkt werden. Konkret: In den Katalogen unserer Hersteller hinterlege ich nicht nur unser verlinktes Logo sondern platziere auch Elemente des Marketingmix (z. B. Hinweise auf besondere Rabatte. Diese beinhalten einen Link zu einer Landingpage, über die eine Conversion getrackt werden kann.

 

Suchmaschinenoptimierung / SEO

Sitelinks abwerten in Google Search Console

Um den Suchenden schnellstmöglich zum gewünschten Ziel zu führen, blendet Google auf den SERPs für einige Ergebnisse Sitelinks ein. Diese werden automatisiert von Google erstellt und basieren unter anderem auf der Verzeichnisstruktur der jeweiligen Website. Abhängig von der Bewertung des Google Algorithmus können entweder gar keine Sitelinks angezeigt werden oder eine Liste mit den Sitelinks der (vermutlich) höchsten Relevanz.

Irrelevante Sitelinks von Google abwerten

Abbildung 1: Sitelinks auf Google SERPs

 

Sitelinks in Google Webmaster Tools löschen

Wenn du feststellst, dass die automatisierte Festlegung der Sitelinks für deine Website nicht sinnvoll ist, hast du die Möglichkeit, die Darstellung über Google Webmaster Tools (neue Bezeichnung: Google Search Console) anzupassen. Das Löschen der Sitelinks ist dabei nicht unmittelbar möglich. Google Webmaster Tools bietet jedoch die Option bestimmte Sitelinks abzuwerten. Abgewertete Sitelinks werden tendenziell nicht mehr auf der SERP angezeigt, ein absoluter Ausschluss der Sitelinks kann aber auch über Google Webmaster Tools nicht ausgeschlossen werden.

Die Maske zur Abwertung von Google Sitelinks erreichst du wie folgt:

  1. Öffne Google Webmaster Tools (neu: Google Search Console).
  2. Wähle in der Übersicht dein Property.
  3. Wähle in der Menüleiste links „Darstellung der Suche“ -> „Sitelinks“

Es erscheinen nun zwei Eingabemasken, die zur Hinterlegung der Abwertung von Sitelinks befüllt werden müssen.

Eingabefeld „Für dieses Suchergebnis“

Google Webmaster Tools / Google Search Console zeigt in diesem Feld bereits den Namen deiner Domain an und bietet die Möglichkeit, Dateinamen oder Verzeichnisse anzufügen. Möchtest du Sitelinks abwerten, die auf deine Top Level Domain zielen, lässt du dieses Feld leer.

Beispiel: In der oben gezeigten Abbildung 1 habe ich den Begriff Vereinslinie gesucht. Das mir angezeigt Ergebnis enthält unter anderem grün eingefärbt den Link www.vereinslinie.de/, der auf die Website verweist. Möchtest du die Sitelinks für dieses Suchergebnis abwerten, trägst du entsprechend nichts in das Eingabefeld ein. 

Enthält der grüne Link im Suchergebnis ein Unterverzeichnis, kannst du dies entsprechend im Feld „Für dieses Suchergebnis“ hinterlegen.

Eingabefeld „Diese Sitelink-URL abwerten“

Im zweiten Eingabefeld wird die URL hinterlegt, die abgewertet werden soll. Hierzu rufst du am besten den Sitelink auf, kopierst die URL aus der Adressleiste deines Browsers und fügst sie unter „Diese Sitelink-URL abwerten“ in Google Webmaster Tools / Google Search Console ein.

Google Sitelinks abwerten

Abbildung 2: Ansicht in Google Webmaster Tools / Google Search Console

Beispiel: Ich stelle fest, dass der Sitelink „FC Eschelbronn“ für die meisten Suchenden nach „Vereinslinie“ sein dürfte. Ich klicke daher einmalig auf den Sitelink „FC Eschelbronn“, kopiere die URL aus der Adresszeile meines Browsers und füge sie in das Feld „Diese Sitelink-URL abwerten“ ein.

Durch Bestätigung des Buttons „Abwerten“ in Google Webmaster Tools wird der abgewertete Sitelink bei Google eingereicht und taucht unterhalb in der Liste auf. Laut Google können bis zu 100 URLs auf diese Weise über Google Webmaster Tools abgewertet werden.

Abwertungen von Sitelinks rückgängig machen

Die Abwertung eines Sitelinks ist reversibel, kann also rückgängig gemacht werden, falls der entsprechende Inhalt zu einem späteren Zeitpunkt an Relevanz zunimmt. Sowohl Abwertung als auch rückgängig gemachte Abwertungen von Sitelinks werden nach meinen Erfahrungen nicht unmittelbar umgesetzt. Häufig werden die Ergebnisse auf den SERPs erst in den folgenden Tagen bis Wochen aktualisiert.

Warum ist ein 301-Redirect für Suchmaschinenoptimierung wichtig?

Bei allen Projekten kommt irgendwann der Zeitpunkt, dass Inhalte verschoben werden, Verzeichnisse sich ändern oder sogar die Domain gewechselt wird. Damit sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen die neue URL erfahren, ist die Methode der Wahl ein 301-Redirect.

Was bewirkt der HTTP-Statucode 301?

Ist eine Weiterleitung mit dem HTTP-Statuscode 301 gesetzt, antwortet der Server auf Anfragen von Browsern und Bots, dass die Inhalte dauerhaft verschoben wurden (Statuscode 301: Moved Permanently) und teilt die neue Adresse mit.

Ruft ein Nutzer die bisherige URL auf, wird er von seinem Browser automatisch auf die neue URL weitergeleitet. Dies nimmt er ausschließlich durch die veränderte URL in der Adresszeile seines Browsers wahr.

Die Bots von Suchmaschinen erfassen den 301-Redirect differenzierter. Auf ihre Anfrage nach der ursprünglichen URL erfassen Sie sowohl den Hinweis, dass der Inhalt permanent verschoben wurde, als auch die neue URL, unter welcher der Inhalt zukünftig zu finden ist. Durch diese Informationen können Suchergebnisse kurzfristig so geändert werden, dass sie zukünftig direkt auf die neue URL verweisen.

Wie sieht ein 301-Redirect auf dem Server aus?

Einfach und übersichtlich, kann ein 301-Redirect beispielsweise in der .htaccess-Datei des Servers in folgender Form hinterlegt werden:

RewriteEngine On
Redirect 301 /alter-ordner/datei.html
http://www.domain.de/neuer-ordner/datei.html

Warum ist ein 301-Redirect wichtig?

Änderst du die URL ohne 301-Redirect, erhalten Suchmaschinen-Bots auf ihre Anfrage vom Webserver nur die Rückmeldung, dass der angefragte Inhalt nicht ausgeliefert werden kann (HTTP-Statuscode 404). Die Bots melden, dass der Inhalt nicht gecrawled werden konnte und die Website verschwindet von den SERPs. Besonders wenn dieser Inhalt bei für dich relevanten Keywords gelistet wurde, wirkt sich dies spürbar aus.

Auch externe Webseiten, die einen Link auf deine URL gesetzt haben, laufen plötzlich ins Leere. Gemeinsam mit dem Verlust relevanten Contents führt dies zu einer insgesamt schlechteren Sichtbarkeit auf den SERPs.

Hat ein 301-Redirect einen hohen Dämpfungsfaktor?

Der Dämpfungsfaktor ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Berechnung des Pagerank einer Webseite. Insofern stellt sich die Frage, wie eine per 301-Redirect weitergeleitete URL den Pagerank beeinflusst.

Da der Algorithmus von Suchmaschinen deren am besten behütetes Geheimnis ist, gibt es dahingehend natürlich nur Indizien. Hierzu zählt beispielsweise ein von Matt Cutts veröffentliches Video, laut dessen durch einen 301-Redirect kein höherer Dämpfungsfaktor angesetzt ist als für interne Links. Dies gilt aber vermutlich nur für 301-Redirects innerhalb einer Domain und sieht bei domainübergreifenden Redirects anders aus.